Sehenswürdigkeiten und touristische Attraktionen




Statue des Gründers, Fürst Wilhelm Malte I.

Theater von Putbus
Der Park wurde 1804 von Wilhelm Malte I. im Stil eines englischen Landschaftsparks angelegt. Er bietet zahlreiche schöne Ausblicke auf die Boddenlandschaft. Erhalten sind auch noch die Orangerie, ein Mausoleum, die Parkkirche sowie das Affen- und das Vogelhaus. Das Schloss Putbus, das einst vom Park umgeben war, wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts abgerissen. Daneben bietet der Park jedoch auch viele dendrologische Besonderheiten wie Riesen- und Urwelt-Mammutbäume, Zedern, gelbblühende Rosskastanien und Tulpenbäume. Dem Schlosspark angegliedert ist ein Wildgehege, in dem Rotwild und Damwild leben.



Theater

Das ehemalige Residenztheater im klassizistischen Stil liegt gegenüber dem Park. Es wurde von 1819 bis 1821 wahrscheinlich unter der Leitung des fürstlichen Baumeisters W. Steinbach erbaut. 1826 fand ein Umbau unter der Leitung des Schinkelschülers Johann Gottlieb Steinmeyer statt, bei dem die Giebel über die Schmalseiten des Gebäudes und über den Portikus angebaut wurden. Es wurde von 1992 bis 1998 sorgfältig restauriert und ist eines der dominantesten Gebäude im Stadtbild. Das Theater wurde in seiner Geschichte meist nur als Sommertheater genutzt. Ein eigenes Ensemble besaß Putbus nur von 1952 bis 1968. Heute finden in dem Haus mit 244 Sitzplätzen nur noch Gastspiele statt, und jedes Jahr im Mai locken die Putbus-Festspiele Besucher aus ganz Deutschland hierher.



Ehemaliges Pädagogium zu Putbus

Das größte Haus am Circus ist das ehemalige Pädagogium zu Putbus. Es war Fürst Malte zu Putbus, der seinem Fürstensitz eine höhere Lehranstalt geben wollte mit dem Ziel, die Bildung und Erziehung seiner Landeskinder zu fördern. So ließ er das Haus am Circus 16 im Jahre 1833 erbauen. Das Fürstliche Pädagogium zu Putbus wurde mit einem Internat, Mensa und Turnhalle errichtet. Im Jahr 1836 übergab er es an den Preußischen Staat als Pädagogium Regium (Königliches Pädagogium). Bis zum 2. Weltkrieg war das Pädagogium nach der Universität Greifswald die wichtigste Bildungseinrichtung Vorpommerns. 1941 bis 1945 wurde das Gebäude als NPEA (Nationalpolitische Erziehungsanstalt) Rügen genutzt. Von 1946 bis 1975 wurden in Putbus Lehrer ausgebildet. Zeitweise befanden sich 200 Studenten in der Ausbildung. Von 1975 bis 1994 wurden in den Gebäuden schwerhörige Kinder unterrichtet. Im Jahre 1994 übernahm der Stiftungsverbund für mehrfachbehinderte Gehörlose, Schwerhörige und Taubblinde e.V. die Einrichtung. Seit dem Jahre 2000 steht dieses ehrwürdige Gebäude teilweise leer und ist dem Verfall preisgegeben, da das Sonderpädagogische Zentrum für Mehrfachbehinderte Hörgeschädigte einen neuen Gebäudekomplex in Putbus beziehen wird. Putbuser Gewerbetreibende, die die gegenwärtige Situation der Region mit großer Sorge sehen, insbesondere durch die Abwanderung von Jugendlichen und die hohe Arbeitslosigkeit, haben die Visionen des Fürsten Malte wiederbelebt. So ist seit 2002 das Pädagogium am Circus eine Schule, das IT-College Putbus, für zukünftige Computerspezialisten, Softwareentwickler und Programmierer.



Circus

Der Circus von Putbus ist ein Kreisel, den Wilhelm Malte I. bei der Ortsgründung anlegen ließ. Um ihn herum stehen klassizistische Häuser, die zwar erhalten, aber zum Teil noch nicht saniert sind.



August-Bebel-Straße

In der August-Bebel-Straße sind noch zahlreiche eingeschossige Handwerkerhäuser aus der Zeit der Stadtgründung zu bewundern.



Schmalspurbahn

Putbus ist Ausgangspunkt der Schmalspurbahn Rasender Roland (Spurweite: 750 Millimeter) vom Ortsteil Lauterbach über Binz nach Göhren. Diese Bahn dient heute als Museumsbahn dem Tourismus. Es werden Dampflokomotiven der Baureihen 99.48 (Baujahr: 1938) und 99.78 (Baujahr: 1953) eingesetzt. Erst 1999 wurde die Bahn bis nach Lauterbach (Mole) verlängert. Hierzu wurde die Normalspur-Eisenbahnstrecke Bergen–Lauterbach (Mole) im Abschnitt zwischen Putbus und Lauterbach um eine weitere Schiene zu einer interessanten Dreischienen-Gleisanlage erweitert.